Vietnam – Hue

Unsere nächste Station ist Hue in Zentralvietnam. Die einstiege Hauptstadt von Vietnam und Residenz der Nguyen-Dynastie liegt ungefähr in der Mitte zwischen den zwei Metropolen Hanoi und Saigon. Mit ihrer bewegten Geschichte und ihrer einmaligen Lage am Song Huang Fluss, meist übersetzt mit „Parfümfluss“ oder „Fluss der Wohlgerüche“, gehört Hue zu den bedeutendsten Attraktionen Vietnams.

Vietnam-Phong-Nha-Ke-Bang Nationalpark Landschaft ©Andrea-Düring
Vietnam-Phong-Nha-Ke-Bang Nationalpark Landschaft ©Andrea-Düring

Unser Nachtzug von Ninh Binh nach Hue startet um 22:00 Uhr. Die Erfahrungsberichte dazu im Internet sind sehr konträr und wir haben somit mittelmäßiges Unwohlsein, was uns in dem Zug erwartet. Wir fahren mit dem SE1 und als der Zug im Bahnhof einfährt, wissen wir wofür die „1“ wohl steht – es ist wohl der erste Zug, der diese Strecke je befahren hat, so sieht er zumindest aus. Die Kabinen sind recht eng, unsere Rücksäcke finden irgendwo im Mittelgang einen Platz und es scheint mal wieder nicht wirklich sauber zu sein – ein Hoch auf unsere Seidenschlafsäcke! Die Nacht wird recht kalt – wir liegen sehr nah an der ständig blasenden Klimaanlage, dennoch kommen wir einigermaßen ausgeschlafen am nächsten Morgen in Hue an. Auch wenn der Zug alt und schmutzig war, die Alternative, zwanzig Stunden Sleeperbus zu fahren, ist sicher nicht besser. Es gibt bestimmt auch neuere Züge, die diese Strecke befahren, am besten direkt zum Bahnhof gehen und den Zug dort buchen. Das ist preisgünstiger und ihr könnt mit viel Glück, wenn ihr einen englischsprechenden Fahrkartenverkäufer findet, fragen, um welchen Zug es sich handelt.

Unser Hostel in Hue liegt etwas außerhalb des Hotelviertels, in einer kleinen Seitenstraße, total ruhig. Das Zimmer ist leider noch nicht frei, sodass wir uns erst einmal wieder auf die Suche nach einem guten Kaffee machen. Da es auch in Hue, ähnlich wie an vielen anderen Orten in Vietnam, nette Cafés im Übermaß gibt, werden wir schnell fündig. Auf dem Rückweg zum Hostel besuchen wir verschiedene Reisebüro und erkunden uns nach Touren zur Phong Nha Cave im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark, die wir am nächsten Tag besuchen wollen. Letztendlich entscheiden wir uns doch für die Tour, die im Hostel angeboten wird, sie unterscheidet sich preislich nicht groß von den anderen und der Touranbieter scheint zuverlässig zu sein.

Vietnam-Hue Königsstadt ©Andrea Düring
Vietnam-Hue Königsstadt ©Andrea Düring

Am Nachmittag erkunden wir die Stadt zu Fuß und besichtigen die Zitadelle und die darin liegende Königsstadt. Rund um den Palast werden wir von zwei Rikscha Fahrern mehrfach angesprochen, was uns ein wenig nervt. Da der Königspalast jedoch ein weiteres Weltkulturerbe ist, tummeln sich hier natürlich viele Touristen. In der Stadt selbst merkt jedoch wenig davon und so können wir uns einfach ein wenig treiben lassen.

Vietnam-Paradise-Cave Einstieg in die Höhle ©Andrea-Düring
Vietnam-Paradise-Cave Einstieg in die Höhle ©Andrea-Düring

Der nächste Tag ist ausgefüllt mit zehn Stunden Busfahrt, einer Stunde Mittagessen und zwei Stunden Höhlenbesichtigung. Ursprünglich wollten wir zur Phong Nha Cave, doch auf der Fahrt bekommen wir mit, dass der Bus auch zur Paradise Cave fährt. Die Umbuchung zur Paradise Cave ist gegen Aufpreis kein Problem und so entschließen wir uns kurzfristig doch die Paradise Cave zu besichtigen. Die Cave ist wirklich beeindruckend und wir sind froh uns auf dem Weg um entschlossen zu haben. Die Höhle ist 27 km tief und davon sind ca. 1 km zu Fuß zu besichtigen. Stalagtiten und Stalagmiten mit immensem Durchmesser und Höhe reihen sich an einander und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich habe schon viele Tropfsteinhöhlen gesehen, muss jedoch sagen, dass diese Höhle alles übertrifft, was ich mir bisher angeschaut habe. Auch wenn die Fahrt sehr lang war und wir erst gegen 21:00 Uhr wieder in Hue sind, so war es doch eine toller Tag.

Rückblickend waren die Höhle so beeindruckend, dass wir Euch nur empfehlen können Zeit für den Phong Nha-Ke Bang Nationalpark einzuplanen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.