Reisen als Flucht vor Corona?

Auf nach Mallorca, Flucht vor der Corona-Hysterie in Deutschland! So machen es zurzeit sehr viele, die der Panikmache und dem Versagen unserer Politiker entfliehen wollen. Anstatt die eigenen Hausaufgaben zu machen und für genügend Impfstoff und Test zu sorgen, wird mit unsinnigen Verboten agiert. Aber Reisen braucht mehr als Flugmeilen, Poolbars und Frühstücksbuffet.

Irgendwann setzen wir wieder unsere Füße auf die Wege, die wir beschreiten möchten. Da bin ich mir sicher. Noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen.

Freiwilliges Reisen, dieser Luxus des unbekümmerten MenschSeins, ist nichtsdestotrotz etwas, dass mir wichtig ist. Dem Reisen und allen damit verstrickten Irrungen verdanke ich vieles von dem, was mich heute ausmacht. Viele Gedanken, die mir heute durch den Kopf schwirren, hätte ich nicht, wenn ich in den letzten zehn Jahren in Deutschland geblieben wäre. Viele meiner Überzeugungen wären nicht in dieser Form vorhanden, hätte ich weniger Facetten der Welt erleben dürfen.

Und doch ist da noch so viel, das ich gern sehen, hören und spüren möchte. Ich will wahrnehmen; mich selbst und die anderen, die mir fremd sind, denen ich fremd bin. Reisen bedeutet nicht die Welt, aber es öffnet sie, damit jeder und jede sie anschauen kann. Und hoffentlich können wir bald geimpft und geschützt unser altes Leben wieder aufnehmen.