Barbados – Die Insel der zwei Gesichter

Barbados ©Detlef Duering

Jede Karibikinsel ist anders, und Barbados ist viel weiter für den Tourismus entwickelt als Antigua. Das wird schon auf der Fahrt vom Flughafen deutlich, viel Verkehr, Drive-in-Restaurants und eine Flut von übergroßen Werbetafeln. Der Nordosten ist dicht besiedelt und hier gibt es die meisten Städte. Die Westküste hat die schönsten Strände. Insgesamt gibt es nicht so viel Natur zu sehen, dafür aber viel mehr kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Da wir auch hier nur zwei Nächte bleiben, können wir sicherlich nicht alles sehen, da die Insel mit 431 Quadratkilometer deutlich größer als Antigua ist, aber einiges konnten wir uns auch hier anschauen.

Die Insel der zwei Gesichter – zwischen Atlantik und Karibik
Barbados ©Detlef Duering

Die Insel besitzt eine einzigartige und abwechslungsreiche Küstenlandschaft. Im Osten am Atlantik und im Westen am Karibischen Meer gelegen, besitzt die Insel damit zwei komplett unterschiedliche Küsten. Die rauere und deutlich wildere Ostküste besticht durch ihre steilen Klippen und üppig grünen Hügel. Von dort aus bieten sich Radtouren durch die beeindruckende Natur an, mit Blick auf den mächtigen Atlantik. An der Westküste von Barbados erstrecken sich dagegen über 110 Kilometer feine, weiße Pulverstrände mit glasklarem Wasser. Das Besondere: Alle Strände auf Barbados sind per Gesetz öffentlich zugänglich, private Strandabschnitte gibt es auf der Insel nicht.

Barbados ©Detlef Duering
Bridgetown und nahegelegene Sehenswürdigkeiten

Das historische Stadtzentrum von Bridgetown mit dem Uhrenturm im Garrison-Bereich und dem George Washington House gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Parlamentsgebäude, Dom und Synagoge liegen nicht weit voneinander entfernt und damit hat man auch schon fast alles Sehenswerte in Bridgetown gesehen. Überall gibt es auch kleine Straßenmärkte und vor allen Dingen jede Menge Geschäfte und Kaufhäuser zum Shoppen. Bridgetown hat übrigens circa 150.000 Einwohner.

Von der Karibik zum Atlantik

Von Bridgetown fahren wir mit einem Guide in Richtung der atlantischen Ostküste.  Gun Hill Signal Station, eine der fünf alten Signalstationen von Barbados, ist aufgrund der schönen Aussicht auf Barbados einen Stopp wert. Dann geht es über St. John, wo die älteste Kirche der Insel St. John’s Parish Church ist, zum sehenswerten Andromeda Botanic Garden, bevor wir Bathseba Beach an der Atlantikküste erreichen.

Barbados ©Detlef Duering

Der Ausblick auf das atlantische Meer mit seiner schäumenden Brandungsgischt, die dort riesige pilzförmige Kalkstein-Findlinge geformt haben, welche wohl die meistfotografierten Motive auf Barbados sind. So schön die Strände auch hier sind, zum Baden sind sie aufgrund gefährlicher Strömungen nicht geeignet. Wobei die Brandungen für erfahrene und gute Surfer ein wahres Paradies sind.

Zucker und Rum

Weiter entlang der Küste über den Ermy Bourne Highway geht es zur Morgan Lewis Windmill, die einzige noch erhaltene Zuckerwindmühle, die restauriert und in der Karibik betrieben wird. Von der Windmühle aus sind es nur 5 Autominuten über den Cherry Tree Hill in Richtung St. Nicholas Abbey. Diese Abtei, die trotz des Namens nie kirchlichen Zwecken gedient hat, ist ein Muss auf Barbados, da sie eine der ältesten Rumbrennereien und auch das älteste und weitgehend noch im Originalzustand erhaltene koloniale Plantagenhaus der Insel ist.

Barbados ©Detlef Duering

Rum ist übrigens auf Barbados Inbegriff eines Lebensgefühls. Die Geschichte der Insel ist eng verwoben mit der Geschichte der hochprozentigen Spirituose. Schon zu Beginn der 1640er Jahre nahm die Produktion des „flüssigen Goldes von Barbados“, wie der Rum hier genannt wird, ihren Anfang. Barbados gilt als Geburtsstätte des Rums und familiengeführte Brennereien wie St. Nicholas Abbey sind für ihren exquisiten Rum bekannt.

St. James Parish Church

Zurück geht es entlang der Westküste mit ihren mondänen Badeorten. In einem davon, in Holetown bei St. James, steht die St. James Parish Church, einer wunderschönen Kirche aus dem kolonialen England. Es lohnt sich für die Besichtigung ein wenig Zeit zu nehmen, um auch die Atmosphäre dieser Kirche und des kleinen sie umgebenden Parks, ein ehemaliger Friedhof, auf sich wirken zu lassen.

Die Heimat eines Superstars – Urlauben wie Rihanna
Rihannas House auf Barbados ©Detlef Duering

Bevor es zurück zum Hotel geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher in ein auf den ersten Blick unscheinbar wirkendes Wohnviertel. Doch dann, ein zwar kleines und unscheinbar wirkendes Häuschen, wie die anderen im Viertel, aber frisch und bunt gestrichen mit einer kleinen Tafel im Boden davor. Es ist das Haus, wo Rihanna aufgewachsen ist. Ihr zu Ehren wurde die Straße auch zum „Rihanna Drive“ umbenannt. Die Sängerin, Grammy-Gewinnerin, Modedesignerin ist auch Sonderbotschafterin von Barbados und unterstützt ihre Heimat bei der Förderung von Bildung, Tourismus sowie Investitionen. Der 21. Februar ist sogar zum offiziellen „Rihanna Day“ ernannt worden. Doch Rihanna ist nicht der einzige Promi, der Barbados liebt. Stars wie Gwyneth Paltrow, Beyoncé und Jay Z sowie Justin Bieber haben auf der Insel schon ihren Urlaub verbracht. Und auch die deutsche Unternehmerin und Barbados-Honorarkonsulin Regine Sixt und ihre Familie reisen gerne nach Barbados und haben dort ein Ferienhaus, in dem sie die Vorzüge der Insel genießen.

Sandals Royal Barbados ©Detlef Duering

Genießen wollen wir dann auch noch unser Hotel, liegt es doch auch an einem wunderschönen Strand und bietet es jeglichen Komfort.

Sandals Royal Barbados

Wie 16 der insgesamt 19 Sandals & Beaches Resorts ist auch das auf Barbados speziell auf Paare ausgerichtet.

Sandals Royal Barbados ©Detlef Duering

Mit einem neuen und exklusiven Resort dem Sandals Royal Barbados, direkt neben dem bisherigen Sandals Resort, verwöhnt es zusätzlich 222 Gäste mit luxuriösen Concierge- und Butler-Suiten. Neuerungen wie ein Entertainment-Komplex mit einem Infinity-Pool auf dem Hoteldach, drei neue Restaurantkonzepte und eine hoteleigene Bowlingbahn sorgen für Abwechslung.

Sandals Royal Barbados ©Detlef Duering

Zumal die Gäste des neuen Resorts auch alle Einrichtungen des benachbarten Sandals Barbados kostenfrei nutzen können. Zu den Highlights des neuen Sandals Royal Barbados zählt beispielsweise der erste Entertainment-Komplex der Hotelgruppe auf einem Dach mit Ausblick auf Meer und Küste. Dort sorgen neben einem Infinity-Pool Lounge-Bereiche, Live-Musik und die freischwebende Cocktailbar »Raising the BARbados« für ein stilvolles Ambiente. Am Abend serviert das ebenfalls auf dem Dach gelegene Restaurant »La Parisienne« französische Spezialitäten.

Sandals Royal Barbados ©Detlef Duering

Das neue Sandals Royal Barbados lässt auch sonst keine kulinarischen Wünsche offen. In zwei neuen Konzepten bietet Sandals erstmals amerikanische Küche im »Tavern« sowie asiatische Fusion-Küche im modernen »Chi«. Darüber hinaus verwöhnen das neuartige »Butch’s Steak and Seafood«, ein traditionelles à la carte Seafood- und Steakhouse, sowie ein karibisches und ein mediterranes Lokal die Gaumen der Gäste. Und wer noch mehr Abwechslung möchte, speist ebenfalls kostenfrei in den elf Restaurants des benachbarten Sandals Barbados. So haben Paare die Wahl zwischen insgesamt 17 verschiedenen kulinarischen Optionen. Dazu versorgen fünf neue Bars die Urlauber mit Premiumdrinks – darunter »Lover’s Lane Bar«, der erste Biergarten der Hotelgruppe. Serviert wird unter anderem eine Auswahl an internationalen und lokalen Biersorten.

Sandals Royal Barbados ©Detlef Duering

Neben dem umfangreichen Gastronomie-Angebot liegt ein weiterer Fokus auf den luxuriösen Unterkünften des Resorts. Die Gäste sind ausschließlich in Suiten untergebracht; beispielsweise in den Sandals-typischen kreisrunden Rondovals, in Millionaire-Suiten mit dem exklusiven Service eines persönlichen Butlers oder in Skypool-Suiten mit privatem Pool auf dem Balkon. Der Gebäudekomplex »Crystal Lagoon« beherbergt zudem Swim-up-Suiten mit direktem Zugang zum Lagunenpool.

Da Barbados eine ziemlich beliebte Adresse für Verliebte ist, liegt es auf der Hand, dass hier auch gerne geheiratet wird und da ist man im Sandals Royal Barbados gut aufgehoben. Ein ganzes Team von Mitarbeitern kümmert sich darum, dass der schönste Tag des Lebens auch wirklich so wird, wie man es sich erträumt. Es gibt sogar einen Verlobungs-Concierge für den makellosen Ablauf des Heiratsantrags davor. Dass meist mehrere Hochzeiten am Tag im Resort stattfinden, und dies ohne Störung und Beeinträchtigung der anderen Gäste, spricht für sich.

Leider heißt es für uns schon bald wieder Abschied zu nehmen. Bleibt festzuhalten, dass Barbados mehr zu bieten hat, als nur Strandurlaub.  Auch Aktivurlauber und Feinschmecker kommen auf ihre Kosten. Endlose Traumstrände, ganzjährig sommerliche Temperaturen, eins der größten Gastronomieangebote der Karibik und mitreißende Lebensfreude sind nur einige Argumente, für eine Reise auf diese Insel mit 3.000 Sonnenstunden im Jahr.

Warteschlange vor dem Condor-Schalter auf Barbados ©Detlef Duering
Noch ein kleiner Hinweis von mir zur Flugverbindung

Auch wenn Condor zwischen November und April einmal wöchentlich ab Frankfurt/Main nonstop nach Barbados fliegt, ist es auch in diesen Monaten wirklich eine Überlegung wert, eventuell mit anderen europäische Airlines nach Barbados zu fliegen, denn Condor ist nicht preiswert und Service, Sitzabstand (Economy-Class) und Zuverlässigkeit eher einer Billigairline angemessen. Unser Rückflug hatte über drei Stunden Verspätungen und auch der nicht vorhandene subjektive Wohlfühlfaktor bei einem Flug der normalerweise 9 Stunden und 40 Minuten dauert -bei uns wie gesagt deutlich länger- ist von Bedeutung.

Und wer wie wir nicht in Frankfurt wohnt, per Flieger oder Bahn erst noch anreisen muss, und auch aufgrund der frühen Flugzeit noch eine Nacht im Hotel verbringen muss, ist vielleicht auch mit anderen europäischen Airlines, selbst bei einem Umstieg schneller, aber auf jeden Fall komfortabler und oft auch günstiger am Ziel.

Allerdings müsst ihr dann in Paris (Air France) oder Amsterdam (KLM) umsteigen. Bei British Airways ist zu beachten, dass die Flüge ab London am Flughafen Gatwick starten – von Deutschland aus fliegt British Airways allerdings meistens nach London-Heathrow und London-City, so müsste dann innerhalb Londons der Flughafen gewechselt werden, was aber aufgrund entsprechender Bus-Shuttle nicht so schwierig ist.
Autor: Detlef Düring

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